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AHNENSTAHL - BIOGRAFIE

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AHNENSTAHL ist der Zusammenschluss von Falagar - bekannt von RIVENDELL - und Chester. Nach dem von Presse und Hörern äußerst positiv aufgenommenen Demo-Album "Zwielicht", welches im Jahre 2003 in Eigen-Regie veröffentlicht wurde, folgt nun das erste full-length Werk mit dem Titel "Zwischen Tod und Leben".

Der schon auf "Zwielicht" praktizierte epische Black Metal wurde um viele Facetten bereichert, wie etwa klarer erhabener Gesang und nahtlos integrierte melancholische Klavierpassagen. Dadurch entsteht ein fesselndes, abwechslungsreiches und innovatives Album, welches den Hörer durch seine dichte und packende Atmosphäre sofort in seinen Bann zieht.

"Zwischen Tod und Leben" ist ein in deutscher Sprache vorgetragenes Konzept-Album, das die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins und das Bewusstsein über den Tod hinaus als Thematik aufgreift. Die anspruchsvolle, poetisch angehauchte Lyrik beschreibt einen immer währenden Zyklus aus Gedanken über die nicht durch den Tod beschränkte Existenz.

Ahnenstahl ist:
Falagar - Kompositionen, Instrumente, Gesang
Chester - Lyrik, Konzept, Gesang


AHNENSTAHL - DISCOGRAFIE



Zwielicht 2003 [self-production]

Kapitel 1 - Einleitung
Kapitel 2 - Sehnsucht
Kapitel 3 - Zwielicht MP3
Kapitel 4 - Einsicht
Kapitel 5 - Kraft


Zwichen Tod und Leben CD 2006 [Black Tower Productions]

1. Die Offenbarung
2. Am Gnadenfall
3. Zur Letzten Ruh
4. Der Übergang
5. Zwischen Tod und Leben MP3
6. Die Wiederkehr
7. Aufbruch
Digipack Bonus:
8. Kapitel 1 – Einleitung
9. Kapitel 2 – Sehnsucht
10. Kapitel 3 – Zwielicht
11. Kapitel 4 – Einsicht
12. Kapitel 5 – Kraft


AHNENSTAHL - REVIEWS


Walls Of Fire
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Bei Bandnamen wie Ahnenstahl bin ich immer etwas skeptisch. Und wenn es sich dann um ausschließlich deutsche Texte handelt, schwindet die Skepsis schon gar nicht. Also legte ich recht voreingenommen diese Scheibe in den Player. Meine Frau kam ins Zimmer und hörte kurz zu und sagte: „Was ist denn das? Das hört sich an, wie eine Mischung aus Eisregen und Ewigheim.“. Nun gut, da musste ich ihr widersprechen, denn „Zwischen Tod und Leben“ kann man nur aufgrund der deutschen Lyrics und den Parts mit dem Klargesang, mit diesen beiden Bands in Verbindung bringen. Ahnenstahl ist übrigens ein Zusammenschluss von einem gewissen Chester und Rivendell’s Falagar. Und gerade letztgenannter ist ja bekanntlich für Überraschungen gut.

Der erste Track „Die Offenbarung“ dudelt ein bisserl vor sich hin. Sehr schleppend, klagender Gesang und ein Keybordteppich im Hintergrund und dann kommt mit verzweifelndem Gekeife, der Black Metal durch, bevor der Song dann ruhig zu Ende geht. Bedrohlich geht es mit „Am Gnadenfall“ weiter. Orchestrale Keybords, wütende Vocals und geile Melodien. Dieses Lied ist für mich der Höhepunkt dieser Scheibe. Bombastisch und episch. Vielleicht musikalisch etwas an Master’s Hammer erinnernd. An einen Marsch erinnert „Zur letzten Ruh’“, bevor es mit akkustischer Gitarre und einem Chor bei „Der Übergang“ weitergeht. Der Titelsong beginnt aggressiv im Midtempo und wechselt dann zum klaren Gesang und geilen Leads. Mit harten Riffs, begleitenden Leads und sehr schleppenden Drums keift Falagar dann bei „Die Wiederkehr“ ins Mikro. Melancholisch wird dann der „Aufbruch“ gestartet und die Scheibe neigt sich dem Ende zu.

Erwähnen muss ich noch, dass „Zwischen Tod und Leben“ ein Konzeptalbum ist, das die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins und das Bewusstsein über den Tod hinaus als Thematik aufgreift. Und das ist musikalisch sehr gut umgesetzt. Merkt man den Arrangements doch die Melancholie an. Mal optimistisch, mal traurig, mal erleichtert, mal voller Schmerz. Ahnenstahl haben hier ein Album vorgelegt, das eine düstere und packende Atmosphäre beinhaltet. Ist zwar nichts neues, aber durch diese Umsetzung auf jeden Fall was Interessantes und gut gemacht. Ich werde mit „Zwischen Tod und Leben“ bestimmt noch öfters meine Frau ärgern.

4 von 5 Punkten

Walzenstein


Nocturnalhall
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


AHNENSTAHL spielen nicht mit Klischees, das zeigt schon das Layout ihrer CD, eine schlichte Sanduhr ziert das Titelbild. Die stilvolle Hülle von Zwischen Tod Und Leben stimmt uns auf das lyrische Konzept des Albums ein, denn die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins wird textlich abgehandelt. Das einfach, aber wirkungsvoll und aussagekräftig gestaltete schwarz/weiß Cover steht im Gegensatz zur atmosphärisch dichten Musik von AHNENSTAHL. Schon im ersten Stück Die Offenbarung können Falagar (auch von Rivendell bekannt) und sein Partner Chester eine wunderbare Stimmung aufbauen. Harmonisch fließende Keyboardteppiche, elegische Gitarrenmelodien, gepaart mit klarer Stimme wechseln mit flotteren Passagen, inklusive Kreischgesang, ab; der Klavierpart im Mittelteil setzt einen Glanzpunkt. Ein gelungener Einstieg also! Die Musik der langen Kompositionen ist über weite Strecken heroisch und getragen. Falkenbach, Rivendell und Gardens Of Gehenna kommen als Vergleiche in Frage – so spannend wie die Musik genannter Künstler wirken auch die 40 Minuten Zwischen Tod und Leben. Überraschend schnell und aggressiv klingt Am Gnadenfall, besonders die eindringlichen deutschen Texte hinterlassen einen positiven Eindruck. Stampfend und mitunter morbide und mechanisch schleifend, weiß auch dieser Song bestens zu unterhalten. Auch in weiterer Folge wenden AHNENSTAHL diese Taktik der sich kontrastierenden Tempi an und stimmtechnisch kann Falagar in allen Lagen überzeugen. Die manchmal beschwerlich dahinrollenden Rhythmen verdeutlichen die zu vermittelnden Inhalte und passen in ihrer Schwerfälligkeit bestens zum Textkonzept. In diesem Zusammenhang muss ich noch Zur letzten Ruh' hervorheben, das wirklich beklemmend und bedrohlich beeindruckt. Die beiden Komponisten haben es einfach drauf, von vorne bis hinten spannende und packende Songs zu gestalten, besonders die hervorragenden Klaviermelodien sind traumhaft und setzen den Stücken das Sahnehäubchen auf. So lässt eine ebensolche Pianoweise (Aufbruch genannt) das Album ruhig ausklingen.
Bis zum letzten Ton bleibt die Spannung aufrecht und so kann ich allen, die auf epische Musik stehen, dieses Album wärmstens empfehlen. Es gibt viel zu entdecken, auf der Digipack Version sogar das Debüt Zwielicht als lohnenswertes akustisches Geschenk obendrauf.

9 von 10 Punkten

Dajana


Feindesland
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Das erste full-length Album von Ahnenstahl könnte besser nicht sein. Das mag aber auch daran liegen, dass Falagar von Rivendell seine Finger mit im Spiel hatte. Beim ersten Hören hätte ich nicht erwartet, dass "Zwischen Tod und Leben" länger in meinem CD-Spieler seine Behausung finden wird. Doch man kann sich ja irren. Dieses Werk nimmt einen von der ersten bis zur letzten Minute in Anspruch und man fühlt sich wie in andere Welten versetzt.

Der ständige Wechsel zwischen ruhigen und schnellen Passagen, lassen das Album abwechselungsreich wirken, sodass der Hörer erst gar nicht das Gefühl bekommt, man hätte den Song doch gerade schon gehört. Die Klavierpassagen und der Klargesang zwischendurch geben dem Album eine wunderschöne melancholische Stimmung. Besonders ist dies bei "Die Offenbarung" und "Zur letzten Ruh'", sowie bei dem Titelstück "Zwischen Tod und Leben" zu erkennen.

Inhaltlich befasst sich Ahnenstahl mit der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins und dem Bewusstsein über den Tod hinaus. All dies liegt in deutscher poetischer Sprache vor. Hier denkt man als Hörer noch über die Texte nach und wird nicht wie häufig im Pagan/Blackmetal Bereich einfach nur mit Kriegsgeschichten von Odin und Co. zubombardiert.

Solche CD' s wünscht man sich doch sehr. Einziges Manko ist die, mit guten 40 Minuten, doch recht kurze Spieldauer. Aber man kann nur hoffen, dass dies nicht die letzte Veröffentlichung von Ahnenstahl ist und sie so weitermachen. Im Übrigen erscheint die Digipack Version mit der kompletten Debüt CD "Zwielicht".

Fazit:
Wer ein gelungenes Werk als sein Eigen bezeichnen möchte ist hier definitiv an der richtigen Stelle. Diese CD ist einfach perfekt, abwechslungsreich und vermittelt eine schöne melancholische Stimmung. Ein Epic- Paganmetal Album der extraklasse. Meiner Meinung nach ein Pflichtkauf!!

Bewertung:
Punkte (Innovation): 13 von 15
Punkte (Gesamt): 14 von 15


Legacy
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Bereits das erste Lebenszeichen von AHNENSTAHL, "Zwielicht" gennant, stiess bei mir auf durchwegs positive Resonanz, und auch die neue Veröffentlichung des Side-Projekts von Rivendell-Chef Falagar kann diesen positiven Eindruck untermauern. Das Grundgerüst von AHNENSTAHL wurde wurde zwar klar auf Black Metal errichtet, Schubladendenker sollten hier aber dennoch mit Vorsicht zu Werke gehen, denn so klar ist die Kategorisierung hier nicht zu machen, da man auch ausgibig in anderen Gefilden wildert. Demnach trifft man hier zwar immer mal wieder auf einen Part Black Metal, doch über grosse Strecken geht es auch schleppend und eben auch sehr melancholisch zu Werke. Dabei sparen AHNENSTAHL nicht mit Melodie, haben aber das richtige Händchen dafür, diese auch wirklich melancholisch und ergreifend klingen zu lassen, anstatt in kitschige Gefilde abzutriften. Dabei ist der grosse Pluspunkt der Band, gerade eben in den ruhigen Momenten, der Gesang, der zwar auch mit dem typischen Black Metal-Gekeife überzeugen kann, aber vor allem dann auftrumpft, wenn hier mit klarer Stimme in tiefen Tonlagen intoniert wird, was die melancholische Atmosphäre perfekt unterstützt. Zwar gibt es auch einige kleine Schwachpunkte zu vermelden, so wirkt das schleppende "Zur letzten Ruh" auf Dauer etwas zu monoton, doch insgesamt ist AHNENSTAHL hier ein Album gelungen, das einerseits aggressiv ist, aber auch sehr viel schöne, stimmungsvolle Momente und Melodien enthält, weshalb alle Anhänger harter aber dennoch gefühlvoller Musik guten Gewissens ihre Lauscherchen in diese Richtung strecken sollten.

11 Punkte

Diana Glöckner


Powermetal
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Guter Pagan Metal muss für mich Emotionen wecken, Gefühle von Erhabenheit, Rückbesinnung auf die Natur und irgendwo auch Macht. Aber das Ganze bitte ohne irgendwelches rechtes Zeug. Und obwohl der eine oder andere beim Namen AHNENSTAHL vielleicht an so was denken könnte, schaffen es die Jungs hervorragend solche Gedanken erst gar nicht aufkommen zu lassen. In "Zwischen Tod und eben" geht es um die Vergänglichkeit des menschlichen Daseins und das Bewusstsein über den Tod hinaus. Also durchaus eine bessere Thematik als das ständige Gelaufe durch den Wald. Die Musik von AHNENSTAHL selber kommt vom Duo Chester und Falagar, wobei Letzterer sich für RIVENDELL verantwortlich zeigt. Wo RIVENDELL noch ruhiger und mit vielen Folk-Instrumenten versehen war, gibt es bei AHNENSTAHL zwar immer noch die wunderbar dichte Atmosphäre, allerdings mit einigem mehr an Druck, und zu hören ist neben dem Standardensemble nur noch das Klavier. Das Album selber geht dann mit 'Die Offenbarung' auch gleich wunderbar stimmungsvoll mit langsamen Gitarrenklängen los und in langsamem, druckvollem Gitarrenriffing mit einem erhabenen und opernhaften Gesang weiter. Im Wechsel dazu gibt es starken Black Metal im klassischen Stil, im Midtempo gehalten. Dazwischen ein einfach herrlich berührendes und schlicht schönes Klavierstück, das sich wunderbar ins Gesamtkonzept fügt. Textlich geht es hier um "ein Monument der Fantasie", "ein Geschenk der Erde", welches mit dem Wintereinbruch langsam vergeht. Schon dieser Song hat alles was diese CD ausmacht: Einen gut durchdachten Text, Atmosphäre und Melodien zwischen Melancholie und Wut. Es folgt dann das erste Highlight der CD: Das ausschließlich in Black-Metal-Gesang vorgetragene "Der Gnadenfall". Unterlegt mit schnellen Orchesterparts, offenbart sich auch hier eine Atmosphäre, die den Text hervorragend unterstreicht. Einer Marschmusik gleich, geht es vorwärts zum überwältigen Gnadenfall, welcher zum Tode führt. Miteinem leichten orientalischen Touch gibt sich dann "Zur letzten Ruh'" die Ehre, welches auch hier wieder in perfekter Harmonie auf die letzte Ruhe einstimmt, das Ende schon deutlich vor Augen. Erhaben geht es weiter mit einer Ode an den Herbst, 'Der Übergang'. Unglaublich stimmungsvoll lässt es Bilder vor dem inneren Auge entstehen, klar und hell sieht man sich in einer kalten und feuchten Landschaft stehen, den Tod im Rücken. Der Überhammer in jeder Hinsicht ist aber der folgende Titeltrack "Zwischen Tod und Leben". Mit einer eingängigen Melodie, treibendem Rhythmus und trotzdem noch mit den atmosphärischen Bildern der anderen Tracks ist dieser Song sowohl zum nebenbei hören, aber vor allem auch zum darin aufgehen, sich davon treiben lassen. Einfach genial, wie sich typisches Black-Metal-Riffing mit machtvollen Klavierparts abwechselt. "Die Wiederkehr", mit acht Minuten der längste Track auf der CD, hält mit großartigen Zwischenparts die Atmosphäre aufrecht, ergreift einen regelrecht und zieht ihn mit sichhinab ins Grab, wo das Leben doch irgendwo weitergeht. Hier wird der zweite Teil, das Bewusstsein über den Tod hinaus, angesprochen, welches dann im Instrumental "Aufbruch" von jedem selbst zu Ende interpretiert werden kann.

Was das Album vor allem auszeichnet, ist, dass man es beim besten Willen nicht nebenbei hören kann. Es ergreift einen immer wieder. Es zwingt, die Augen zu schließen und die Bilder, die vor dem inneren Auge entstehen, ablaufen und sich gefangen nehmen zu lassen. Und auch wenn ich das Wort in diesem Review abgenutzt haben sollte, es ist wirklich unglaublich atmosphärisch.

Anspieltipps: Am Gnadenfall, Zwischen Tod und Leben, Die Wiederkehr

Lars Strutz


Metal Invader
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Epic Pagan Black Metal from Switzerland, if I can recall. I did not have a good feeling about this album, name it sixth sense or whatever, but I guess, in our days there are rarely any good "Epic Black" or "Pagan Black" releases. Thus, I did put the CD in the player with a great burden over my head. And I was not wrong. Ok, so it's "Epic" in a way (probably because of the use of keyboards), "Pagan" I wouldn't say - at least I did not hear any "Pagan" elements or sounds and "Black Metal" only serves to really describe this release. I was not amazed, nor excited. Yes, this is just another typical average Black metal release that really serves no particular purpose whatsoever.its existence is rather pointless!

Spyros Papadakis


Amboss
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Falagar hat mit den Alben seiner Solo-Band RIVENDELL schon einges an Aufmerksamkeit erlangen können. Nun hat er sich für ein neues Projekt, AHNENSTAHL, mit einem gewissen Chester zusammengetan, um etwas extremer aber nicht minder besonders zu agieren. Chester hat das Konzept und die Texte geschrieben (Gedanken über das ewige Leben) und steuert ein paar Vocals hinzu, während die gesamte Musik sowie auch Gesang von Falagar stammt. Geboten wird orchestral anmutender, epischer Pagan/Black Metal mit deutscher Lyrik. Erinnerungen an Falkenbach kommen mitunter hoch, wenn man sich dort mal den Folk Anteil und den cleanen Gesang wegdenkt (letzeren gibt's hier aber auch). Ansonsten sind die Vocals vom Krächz-Faktor ähnlich. Ansonsten kann man die Musik noch mit Nocte Obducta oder Naglfar vergleichen, was Komplexität, Instrumentierung und den Faktor "deutscher Black Metal" angeht. Auf "Zwischen Tod und Leben" kommen mir zwar sehr viele Passagen im Ansatz irgendwie ziemlich bekannt vor (auch von anderen deutschen Bands außer den genannten), aber auf diesem Album stört das nicht weiter. Die Musik fließt sehr schön durch die extremen Gewässer und das mit einer gewissen Erhabenheit und Leichtigkeit. Sanfte orchestrale Untermalung sorgt dabei für die richtige Atmosphäre, Keyboardklänge bilden sanfte Ruhephasen zwischen dem "Surren" der Gitarrenriffs, wenn es denn mal schnell wird. Den Songs fehlt insgesamt gesehen, zwar noch ein bisschen, um das Album zu einem großen Werk zu machen, aber mit "Zwischen Tod und Leben" wird die deutsche Black/Pagan Metal Szene um ein sehr interessantes Album bereichert, dass sich Fans der genannten deutschen Bands ruhig mal zu Gemüte führen sollten

Eller


Metal Observer
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


AHNENSTAHL (Steel of the ancestors), ein recht martialisch und epischer Name, den sich dieses Duo aus dem österreichischen Hallwang nahe Salzburg gegeben hat, ich muss aber sagen, dass er einen wirklich guten Klang hat und mit ein bisschen an die Salzburger Kult-Doomer von SOULSEARCH erinnert. Mit Doom hat das Projekt um RIVENDELL-Mastermind Falagar (der auch im Alleingang sämtliche Musik komponiert hat) aber nichts zu tun, vielmehr widmet man sich dem melodiösen und symphonischen Black Metal, ohne dabei aber in die DIMMU BORGIR-Richtung abzudriften. Im Gegensatz zum teils etwas träumerischen Sound RIVENDELLs geht man bei AHNENSTAHL doch kerniger und wesentlich weniger bombastisch zu Werke, ohne dabei aber die Atmosphäre zu vergessen oder die Melodien zu vernachlässigen. Stattdessen vermengt man Black Metal mit erhabenen Momenten und zumeist Kreischen mit ein paar klar gesungenen Passagen, wobei das Klavier das einzige "Nicht-Standard-Instrument" ist, das zum Einsatz kommt. Die Keyboards spielen aber eine sehr wichtige Rolle in der Kreation der teils düsteren, teils dramatisch/symphonischen Atmosphäre, welche sich durch "Zwischen Tod Und Leben" zieht. "Am Gnadenfall" hat diese recht eigen, ein bisschen wie Geigen klingenden Keyboards, die diesen Song prägen, während die relative Monotonie eines "Zur Letzten Ruh'" diesem schleppenden und majestätischen Song und seinen sehr guten Gitarrenleads seinen Reiz verpasst. "Der Übergang" zeigt sich teils als stark FALKENBACH-beeinflusst und das getragene Tempo mit Klavier sowie tiefem Klargesang (im Gegensatz zu Vratyas Vakyas auf deutsch) verdeutlich dies auch, ohne AHNENSTAHL aber als Kopie dastehen zu lassen. Letzten Endes ist AHNENSTAHL mit "Zwischen Leben Und Tod" ein gelungenes Stück melodiösen und atmosphärischen Black Metal gelungen (und mehr als "nur" schwarzes Metall), nur der letzte Funke, der benötigt würde, um das Ganze auf die nächste Stufe zu heben, der geht leider noch etwas ab, was aber niemanden davon abhalten sollte diesem Duo einen Besuch abzustatten, da die Qualität dennoch absolut vorhanden ist. Eller

7 von 10 Punkten

Alex


Hateful Metal
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Mit dem Debütalbum Zwischen Tod und Leben hat Ahnenstahl ein erhaben und majestätisch anmutendes Werk geschaffen, das durchzogen ist von sonoren Gesängen, melodischer Vielfältigkeit und einer latent melancholischen Grundstimmung. Das Anfangsstück Die Offenbarung beginnt sanft und gediegen mit einer klaren Gitarrenmelodie, die wenig später von langsamen und kraftvollen metallischen Klängen abgelöst wird. Hier fällt sofort der einsetzende, klare und wohlklingende Gesang Falagars von Rivendell auf, welcher auf Zwischen Tod und Leben immer wieder zu hören ist. Ahnenstahl ist insgesamt betrachtet, allerdings härter, metallischer und nicht zuletzt auch melancholischer. Neben den kraftvollen, zuweilen orchestral respektive sinfonisch inszenierten Passagen sorgen die verschiedenen ruhigen Elemente, etwa schwermütige Klavierklänge, für eine dichte Atmosphäre. Einstweilen entwickeln die Stücke regelrechten Hymnencharakter den man schnell verinnerlicht. Ein weiterer interessanter Aspekt des Albums ist die poetische Textgestaltung, die durchdacht ist und in einigen Liedern in Reimen vorgetragen wird. Zwischen Tod und Leben ist ein sehr abwechslungsreich gestaltetes Konzeptalbum, dessen instrumentale Umsetzung schon sehr beachtlich ist. Stellenweise wirken einige Arrangements sehr mächtig, wie von leichter klassischer Musik betont.

Aceust


Schwermetall
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Chester und Falagar (Rivendell) von Ahnenstahl präsentieren uns mit ihrem Debütalbum "Zwischen Tod und Leben" ein Werk, welches man wohl nicht so schnell vergessen wird. Folk und Black Metal Elemente vermischen sich zusammen mit Dark Metal Attributen zu einem durchdringenden Klangteppich, dessen Atmosphäre man kaum in Worte fassen kann. Heroisch und doch melancholisch zeigt sich das einzigartige Klanggewand, welches einen richtig einzunehmen vermag. Durch das ganze Album hindurch zieht sich ein roter Faden, aber trotzdem ermüdet der Zuhörer nicht an Wiederholungen oder Eintönigkeit. Gekonnt wechseln sich schleppende und rasende Passagen ab. Auch das Klavier ertönt immer wieder in den Lüften, wobei das letzte Lied "Aufbruch" ganz den Tastenklängen gewidmet wird. Und dies keineswegs störend, denn die Macher von Ahnenstahl darf man zu den Künstlern zählen, die es geschafft haben, dieses Instrument gekonnt zu integrieren, ohne dass es künstlich oder übertrieben daher kommt. Gesungen wird auf Deutsch, und zwar in verschiedensten Variationen: Sei es der hymnenhafte, cleane Gesang oder der dominante Kreischgesang – den Gesang will man nicht missen. Auch hier ein Lob an Ahnenstahl, denn der Sänger weiss zu singen.

11 von 13 Punkten

Mandragora


Klasma
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Ich gestehe, daß ich bei einer Band mit einem Namen wie AHNENSTAHL oder ähnlichen sehr argwöhnisch werde und auch mit einigen Vorurteilen an ein Review gehe. Ich kann aber vermelden, daß diese Musik hier meine vorgefaßte Meinung nicht bestätigt hat. Und je tiefer ich in die sieben Kompositionen eindringe, um so überzeugender werden AHNENSTAHL. Die Verbindung von Rivendell’s Falagar und einem Künstler namens Chester hatte bereits im Jahre 2003 ein Demo („Zwielicht") veröffentlicht. „Zwischen Leben und Tod" ist das Debüt-Album dieses Projekts. Geradezu üppige Songs in der Schnittmenge von schneidend kaltem Black Metal und epischem Pagan Metal werden dargeboten. Zur beeindruckenden Atmosphäre der Songs tragen auch noch Doom-ähnliche Momente und Dark-Elemente bei. Im Nachhinein verbreiten AHNENSTAHL ständig eine melancholische Stimmung. Ganz besonders kommt das selbstverständlich in der getrageneren Passagen mit majestätischem Gesang und Chören zum Vorschein. Aber selbst die reichlich vorhandenen rasenden Black-Metal-Abschnitte entbehren nicht einer unterschwelligen Traurigkeit. Die größte Wirkung entfalten die Songs von „Zwischen Leben und Tod" durch die teils abrupten Wechsel zwischen zerbrechlichen Melodien, mechanisch stampfenden Rhythmen und frostigen Tempo-Attacken. Ein Song wie „Am Gnadenfall" (darin enthalten der Text der zweiten Strophe der österreichischen Hymne) geht mir unter die Haut. Und der Titeltrack entlädt eine Lawine von offensiver Trauer. Die restlichen Songs stehen dem in nichts nach. AHNENSTAHL wandeln sowohl musikalisch als auch textlich auf dem sehr schmalen Pfad zwischen Erhabenheit und Lächerlichkeit. Und soviel läßt sich sagen: mit diesem Album marschieren sie sicher auf der Seite epischen und intensiven Metals. Aggression und Schwermut ergeben bei AHNENSTAHL eine kraftvolle Musik, die sich weder SchwarzMetaller noch Pagan-Freaks entgehen lassen sollten. „Zwischen Leben und Tod" ist neben der normalen CD-Version auch als limitiertes DigiPack mit dem kompletten Demo als Bonus erhältlich.


Vampster
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


AHNENSTAHL meldeten sich anno 2003 zum ersten Mal musikalisch zu Wort, als sie das Demo-Album "Zwielicht" veröffentlichten. Wer jedoch ob dieser Jahreszahl an ein junges, unbedarftes Duo denkt, liegt falsch, ist hier doch unter anderem Falagar am Werk, der mit RIVENDELL (Ex-FANGORN) bereits drei überzeugende Alben herausgebracht hat. Nun erscheint also AHNENSTAHLs Debüt und bereits der Bandname scheint gemäß "Nomen est omen" zu signalisieren, dass "Zwischen Tod und Leben" seine Hörerschaft weitaus weniger elfenhaft leichtfüßig als die RIVENDELL-Outputs zu bezirzen plant.

AHNENSTAHL widmen sich dem epischen Pagan Black Metal, bei dem es meist heroisch stampfend (etwa in "Zur letzten Ruh") und pathetisch zu und her geht. In Sachen Tempo nimmt es das deutsche Duo gelassen, getragene Passagen bestimmen die Klanglandschaft und die klaren Parallelen zu FALKENBACH sind nicht nur in "Der Übergang" nicht zu überhören. In Sachen Lyrics beschreiten AHNENSTAHL mit der Sprachwahl indes andere Wege als Vratyas Vakyas, denn man singt, beziehungsweise krächzt, Deutsch à la HEL. Das Hauptaugenmerk liegt zu jeder Zeit auf der majestätischen Grundstimmung, in der es keinen Platz gibt für instrumentelle Exkurse oder ungewohnte Elemente. Dieses Aufrechterhalten gibt dem Werk zwar ein homogenes Erscheinungsbild, doch letzten Endes fehlt es genau an den speziellen Akzenten, welche etwa das aktuelle RIVENDELL-Werk "Farewell - The Last Dawn" qualitätsmäßig über "Zwischen Tod und Leben" hieven.

Insgesamt ist AHNENSTAHL mit "Zwischen Tod und Leben" also lediglich ein passables Werk gelungen, das zeitweise allzu offensichtlich im Fahrwasser von FALKENBACH treibt. Oder um es positiv auszudrücken: Wer majestätischen Pagan Black Metal sucht und keine Risiken im Bereich Cleangesang eingehen will, sollte AHNENSTAHL mal antesten - vorausgesetzt man stört sich nicht an mangelnder Innovation.

Arlette Huguenin


Taste Of Black
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Ahnenstahl, das sind zwei kreative Köpfe, die sich mit ihrer Musik im Niemandsland zwischen Black und Doom Metal bewegen und zwischendurch noch eine Prise Dark Metal dazustreuen. Schwermütige Melodien durchziehen den Raum, poetische Verse erklingen, wahlweise hasserfüllt keifend oder klar, kräftig und mit Inbrunst gesungen. Wie es sich gehört ist das Tempo grösstenteils angezogen, immer schön gemächlich, immer schön nachdenklich. Im Hintergrund erklingen des Öfteren sakrale Chöre, welche den gruftigen Anstrich von "Zwischen Tod Und Leben" perfekt untermalen. Pompöse, aber punktuell eingesetzte Streicher fehlen ebensowenig wie einige sehr diffuse Sample-Einspielungen. Ahnenstahl sind dunkel, melancholisch, gleichzeitig aber auch erfüllt von einem keimenden Zorn. Während vor allem die ersten beiden Songs voll auf die zwölf gehen (man beachte den sagenhaften Refrain des Openers "Die Offenbarung"!), so wird das Album nach und nach immer ruhiger, "Der Übergang" - mit gezupften Gitarren im Mittelabschnitt, welcher eine grossartige Melodie folgen, die in Richtung suizidaler Black Metal gehen - erscheint beinahe sanft, mit hymnischem, prickelndem Refrain - die kryptischen Texte sind übrigens allesamt lesenswert und weit entfernt von dem unsägliche Kitsch, den dieses Genre oft produziert. Trotz der erwähnten ruhigen Entwicklung ist "Zwischen Tod Und Leben" weit davon entfernt, weichgespült zu sein, hinter das Metal muss ein dickes Ausrufezeichen gesetzt werden. Natürlich muss man schwermütige Melodien mögen, natürlich muss man über den Tellerrand des Black Metal hinausschauen, natürlich muss man abrupte Wechsel zwischen feinen, zwischenzeitlich gar zarten Harmonien (der Titeltrack, mit dezenter weiblicher Unterstützung) und nach vorne preschenden Abschnitten mögen. Dann aber kommt man bei Ahnenstahl voll auf seine Kosten.

8,3 von 10 Punkten

Boris


Metalnews
Review zu "Zwischen Tod und Leben"

Ahnenstahl - Zwischen Tod und Leben


Hinter dem Namen Ahnenstahl verbirgt sich ein Duo, bestehend aus Falagar (seines Zeichens Mastermind von Rivendell) und einem gewissen Chester, der für die Texte und den Gesang auf dem hier vorliegenden Album „Zwischen Tod Und Leben“ verantwortlich ist. Die sieben Songs auf diesem Silberling zeichnen sich vor allem durch die epischen Keyboard-Arrangements aus. Hier wird sehr detailreich zu Werke gegangen und es wird eine sehr beklemmende Stimmung erzeugt. Der Gesang wechselt zwischen kreischender und klarer Stimme, die sich in tieferen Tongefilden befindet. Alles Dinge, die wunderbar in das Gesamtkonzept des Albums passen. Negativ fällt leider auf, dass sich die Songs doch zu sehr gleichen. Viele Riffs tauchen (wohl gewollt) nicht nur in einem Track auf, sondern über das ganze Werk verteilt. Dies und die Tatsache, dass alle Stücke extrem langsam sind, macht es schwer, die Scheibe in einem Durchgang zu hören. Die Gitarre ist oft nur zu erahnen und das Keyboard überschattet alles. Einen großen Pluspunkt bekommt „Zwischen Tod Und Leben“ jedoch noch für die poetischen Lyrics. Hier war wohl ein echter Dichter am Werk. Also: Ein, vor allem in textlicher und gesanglicher Hinsicht erstklassiges Album mit einigen Mängeln auf musikalischer Seite.

Widar


Legacy
Review zu "Zwielicht"

Ahnenstahl - Zwielicht


Um eine unbedarfte Demo Band handelt es sich bei AHNENSTAHL nicht, denn hier legt Falagar, seines Zeichens Hauptinitiator von Rivendell, ein Side-Project zu Beurteilung vor, das durchwegs zu gefallen weiß. Stilistisch schifft man durch die Gewässer des epischen Black Metals, vollbrachte dabei aber lobenswerterweise die Gratwanderung, zwar durchwegs melodisch, aber dennoch nicht mit plakativem Kommerzdenken zur Sache zu gehen. Dementsprechend ist "Zwielicht" durch die Bank gut aggressiv, wofür vor allem die komplett in Deutsch gehaltenen Lyrics, die angenehm markant und gut böse daherschreien und -keifen und der dank treibendem Rhythmus und harten Riffs aggressive Grundtenor der musikalischen Umsetzung sorgen. So schafft man zwar einerseits dank der richtigen Dosis an Keyboardeinsatz und episch anmutenden Melodiebögen Eingängigkeit und glorreiche Heroik-Stimmung, verpasst dem geneigten Hörer aber auch mit Drumgewittern und thrashigen Riffs einen akustischen Tritt in den Hintern. Auch in punkto Variation gibt es hier nichts zu motzen, so verbinden die Österreicher stimmig langsamere, stimmungsvolle Passagen mit schnellen, harten Attacken und sorgen so dafür, dass die hier vertretenen fünf Tracks auch nach mehrmaligem Durchlauf noch mitreißen können. Anhänger der eher harten Variante des epischen Black Metals können hier bedenkenlos zugreifen, sollten allerdings keine glasklare Studioproduktion erwarten, sondern auch mit einem etwas dreckigeren Sound leben können, was dem Gesamtwerk allerdings keinerlei Abbruch tut, da hier dennoch alles gut differenzierbar ist und die nicht perfekt glatt polierte Produktion sogar stimmig zu dem harten Grundtenor erscheint.

11 Punkte

Diana Glöckner

AHNENSTAHL - INTERVIEWS

Nemesis Magazin (Juli 2006)

Du schreibst Verse, jedoch keine Reime. Hat das einen besonderen Grund?

Chester: Es sind in den Texten durchaus Kreuzreim, Paarreim und diverse andere Reimarten enthalten. Betrachtet man zum Beispiel das Lied Wiederkehr, so spiegeln sich in diesem alleine drei unterschiedliche Reimformen. Die Verse hingegen ermöglichen mir, im Gegensatz zum Reim, eine Geschichte durchdringender und aussagekräftiger zu gestalten.

Ihr verzichtet völlig auf martialische, kämpferische oder gar hasserfüllte Texte, was für eure Musikrichtung sehr untypisch ist.

Chester: Bei "Zwischen Tod und Leben" handelt es sich um ein Konzeptalbum, welches einen bestimmen Zeitraum eines Menschen beschreibt. Es wurde nicht bewusst auf solche Inhalte verzichtet, sie waren bei diesem Album jedoch nicht von Bedeutung.

Wieso hast du neben Rivendell ein weiteres Betätigungsfeld gesucht?

Falagar: Durch die Beschränkungen und Grenzen, denen Rivendell durch das Tolkien-Thema unterliegt, fühlte ich mich zu sehr eingeengt. Ahnenstahl bietet mir da deutlich mehr Freiräume, um Emotionen und Eindrücke musikalisch umzusetzen.

Worin siehst du die musikalischen Unterschiede zwischen den beiden Bands?

Falagar: In erster Linie unterscheiden sie sich natürlich konzeptionell und inhaltlich, woraus auch die musikalischen Unterschiede folgen. Die Atmosphäre ist bei Ahnenstahl deutlich kälter und verstörender, was sich durch das Zusammenwirken von Lyrik und Musik ergibt. Während bei Rivendell thematisch bedingt viel mit Akustik-Gitarren und Flötenklängen gearbeitet wird, dominieren bei Ahnenstahl doch eher die E-Gitarren, obgleich auch Klavier und orchestrale Elemente eingewoben wurden.

Ich sehe auch sehr viele Gemeinsamkeiten. Würde es nicht Sinn machen nur dann in einer zweiten band zu spielen, wenn diese musikalisch etwas völlig anderes macht?

Falagar: Nein, durch die gravierenden inhaltlichen und atmosphärischen Unterschiede haben auf jeden Fall beide Bands ihre Daseinsberechtigung.

Läuft man zwei Bands nicht Gefahr, dass sie sich musikalisch zu arg aneinander annähern?

Falagar: Das glaube ich nicht, da Rivendell sich doch mehr in die Folk-Metal Richtung entwickelt, während Ahnenstahl eher epischen Dark/Black Metal praktiziert. Da ich die Musik sowohl für Rivendell, als auch für Ahnenstahl schreibe, wird es aber unvermeidlich sein, dass gewisse Parallelen auftreten können.

Was glaubst du, kommt nach dem Tod?

Chester: Nach meinem Tod kommt Schmerz, Erinnerungen, Freude, Hass und Liebe, die ich jedoch nicht mehr empfinden werde.

Warum tun sich Menschen so schwer darin sich vorzustellen, dass nach dem Tod einfach Schluss ist?

Chester: Weil sie unzufrieden sind.

Was verbindest du mit dem Begriff Ahnenstahl?

Chester: Eine Verbindung von Gedanken und Gefühlen, die sich durch einen materiellen Gegenstand verdeutlicht und vertieft.

Früher waren die Ahnen und die Familie noch etwas, das geehrt wurde. Es scheint, als ginge das in unserer Zeit verloren.

Chester: Ehre dem, dem sie gebührt.

Weshalb machen sich gerade jüngere Menschen viele Gedanken über den Tod? Sie haben noch das ganze Leben vor sich.

Chester: Ich denke, man macht sich in jedem Lebensabschnitt Gedanken über seine Zukunft bzw. über den Tod. Meiner Meinung nach spricht die "Jugend" nur ausgelassener und intensiver darüber, bedingt durch ihre "Gewissheit", ihr ganzes Leben noch vor sich zu haben.

Wie seid ihr mit Black Tower in Verbindung gekommen?

Falagar: Ich kenne den Andy von Black Tower schon längere Zeit, da er damals ein Interview mit mir über Rivendell für ein online Magazin geführt hat. Ich hab ihm dann mal unser Demo „Zwielicht“ zukommen lassen, und da er davon recht angetan war und wir ohnehin ein Label für kommende Aufgaben suchten, wurden wir uns schnell über eine Zusammenarbeit einig.

Wird man Ahnenstahl auch jemals live sehen?

Falagar: Da wir nur zu zweit sind und nicht vorhaben daran etwas zu ändern, wird es in absehbarer Zeit keine Live Auftritte geben.

Weshalb arbeitet ihr nur zu zweit und nicht als vollwertige Band?

Falagar: Wir beide haben die Idee zu Ahnenstahl gemeinsam geboren und verkörpern damit gewissermaßen Ahnenstahl. Sollte einer von uns die Band verlassen, so würde dies gleichzeitig ihr Ende bedeuten. Da wir uns auch beim Schreiben und Komponieren der Lieder reibungslos ergänzen, sehen wir keinen Grund an der ursprünglichen Konstellation etwas zu ändern.

Beschreibe dein Verhältnis zu Chester.

Falagar: Wir kennen uns schon sehr lange. Die Idee für Ahnenstahl geht weit in die Vergangenheit zurück, während hingegen die erste Verwirklichung in Form von „Zwielicht“ erst Jahre später kam. Ich würde sagen, wir funktionieren auf einer ähnlichen geistigen Ebene, wodurch so ein Projekt überhaupt erst möglich wird.

Würdet ihr euch einer bestimmten Szene zurechnen?

Falagar: Nein, auf keinen Fall. Wir haben keinerlei Kontakt zu Gruppen oder Personen irgendwelcher Szenen, und auch kein Verlangen dies zu ändern. Ahnenstahl steht ausschließlich für sich selbst.